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Freiheit heißt Verantwortung

Freiheit heißt Verantwortung

So lautet der Titel meines nächsten Seminars im Frauenbildungs- und Tagungshaus Zülpich in der wunderschönen Eifel. Es handelt sich um einen einwöchigen Bildungsurlaub mit insgesamt 15 Stunden. Da dieses Seminar allen sehr am Herzen liegt, konnte ein Aktionspreis von nur 275 Euro inklusive Unterkunft und Verpflegung ermöglicht werden. Dies wird in diesem Jahr mein einziges (!) Betzavta-Seminar sein. Also schnell anmelden.

Zur Anmeldung und weiteren Informationen geht es hier : Bildung für Frauen! Frauenbildungs- und Tagungshaus Zülpich.

Bild: pixabay.com

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Hauptsache geliebt!

Heute steht ein Mädchen vor mir. Sie ist traurig, denn sie kommt mit den Mädels in ihrer Klasse nicht klar. Sie ist kein typisches Mädchen, mit Barbie, rosa, Topmodels, Mädchenkram kann sie nichts anfangen. Sie ist wild, Fussball, auf Bäume klettern, matschen, fluchen, das ist sie. Aber Jungs spielen in dem Alter nicht mit Mädchen und so ist sie allein. Ich möchte ihr sagen: „Ist doch egal, dann kauf dir halt ein rosa T-Shirt und spiel mit dem ganzen Kram, tu‘ so, als ob du es lustig findest. Hauptsache du bist nicht mehr einsam und die Mädchen mögen dich.“

Oder ist man vielleicht zwischen scheinbaren Freunden, denen man sich aber nicht zeigt, mit denen man seine wahren Interessen, seine Ziele, seine Träume nicht teilt, die einen nicht kennen, nicht verstehen, nicht sehen – ist man so nicht viel einsamer?

Sich beleidigen lassen, seinen Erziehungsstil entwerten, und nichts sagen. Daneben stehen, während andere Eltern ihre Kinder demütigen, sie in ihrem Handeln noch bestätigen, während einem gleichzeitig das Herz bricht. Daneben zu stehen, wenn diskriminierende Sprüche fallen, nicht richtig schlimme, aber die alltäglichen eben und lächeln und damit die eigenen Werte verraten. Alles, um gemocht zu werden. Mit jedem dieser Gespräche entfernt man sich weiter von sich selbst. Aber das ist nicht schlimm. Schließlich geht es als Mädchen in erster Linie darum, gemocht zu werden. Liebe ist nichts selbstverständliches, sie muss verdient werden. Der eigene Wert, er bemisst sich daran, wie viele Menschen einen mögen.

Vor allem, wenn man gelernt hat, als Mädchen weniger Wert zu haben. Wer man ist, wovon man träumt, wen interessiert das? Man soll sich einem Mann anschließen und diesem zum Glück verhelfen. Ihm den Rücken frei halten, in seinem beruflichen Weg unterstützen, sein Selbstwertgefühl steigern. Dann ist man liebenswert, dann ist man wertig! Ja, das alles gibt es noch.

Seinen eigenen Weg zu gehen ist schwer, meistens sehr viel schwerer, als mit dem Strom zu schwimmen. Manchmal ist es auch einsam, wenn einen scheinbar keiner versteht, niemand die gleichen Träume träumt.

Aber wie einsam ist man erst, wenn man sich selbst verloren hat!

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Von Schuld und Verantwortung bei häuslicher Gewalt

„Es ist nicht ihre Schuld. Er ist es, er allein. Er allein trägt die Verantwortung für sein Handeln. Er ist es. Egal, was sie vorher gemacht, was sie vorher gesagt. Er hat zugeschlagen, er trägt die Verantwortung dafür.“

Es wird immer wieder betont, wie wichtig es ist, Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt sind, nicht die Schuld für das zu geben, was passiert. Das ist richtig, die Schuld liegt einzig und allein beim Täter, also beim Schlagenden. Und selbst wenn die Frau selbst auch zugeschlagen hat, ist das kein Argument für den Mann, zurück zu schlagen.

Auch sollte niemand Frauen, die viel zu lang bei ihrem schlagenden Mann geblieben sind, Vorwürfe machen. Jede Frau, die gegangen ist, ist unglaublich stark. Denn häusliche Gewalt baut sich auf. Die Frau wird zuvor systematisch verunsichert, geschwächt, isoliert, in Abhängigkeit gebracht. Erst wenn die Frau „bereit dazu ist“, also der Schlagende sich sicher ist, dass sie so geschwächt, abhängig und verunsichert ist, dass sie trotz der Schläge bei ihm bleibt, erst dann kommt es in der Regel zur Gewalt.

Ich denke aber trotzdem, dass es wichtig ist, dass jede Frau, die häusliche Gewalt erlebt hat, sich auch mit ihrem Beitrag auseinandersetzt und die Verantwortung für ihren Anteil an der Situation  übernimmt. Okay, bevor ihr wütend und schockiert aufhört zu lesen, wartet, was ich meine:

Eine Freundin von mir hat lange, sehr lange gebraucht, bis sie verstanden hat, dass ihre Ehe von Gewalt geprägt war, dass sie ein Opfer häuslicher Gewalt war. Und das, obwohl sie regelmäßig von ihrem Mann geschubst wurde, bespuckt und Gegenstände durch die Wohnung flogen. Selbst nach der Scheidung hat es noch fast zehn Jahre gedauert, bis sie verstanden hat, dass das alles Gewalt war. Das ist schon verrückt. Obwohl ihr Mann sie grauenvoll behandelt hat, so schlimm, dass sie es irgendwann nicht mehr ausgehalten hat und die Scheidung verlangt hat, konnte sie sich nicht eingestehen, dass sie das Opfer häuslicher Gewalt geworden ist. Nun sollte man denken, es ist gut, dass sie das erkannt hat und das Erlebte damit auch verarbeiten kann. Sicherlich ist es das und sicherlich ist diese Erkenntnis auch die Voraussetzung, dass sie in einer neuen Beziehung nicht wieder das Gleiche erleben wird.

ABER!

Und hier kommt ein riesiges, wichtiges Aber. Sie hat nie die Verantwortung für sich und was damals passiert ist übernommen, dafür, dass sie sich das all die Jahre hat gefallen lassen. Sie hat nicht versucht herauszufinden, warum sie es zugelassen hat, sich in einer manipulativen, gewalttätigen, ihr Selbstbewusstsein zerstörenden Beziehung zu verlieren. Sie hat lediglich erkannt, sie war das Opfer – eine wichtige Erkenntnis – und das war’s. Das Problem daran: Sie ist seit dem immer das Opfer und aus ihrer Sicht kann sie nichts ändern. Alle anderen müssen sich ändern, müssen sich so verhalten, dass es sie nicht verletzt, nicht demütigt und nicht beleidigt. Denn all das hat sie sich all die Jahre gefallen lassen, damit ist jetzt Schluss. Sie ist jetzt stärker und zeigt ihre Grenzen auf! Adressat des Ganzen? Ihre Kinder!

Plötzlich werden, aus ihrer Sicht, ihre Kinder zum Täter. Schreien sie ihre Mutter an, werden sie ignoriert, schließlich hat meine Freundin sich all die Jahre genug anschreien lassen, das muss sie sich nicht mehr bieten lassen. Reden ihre Kinder nicht respektvoll genug mit ihr, gibt es Ärger, denn sie will sich nie wieder respektlos behandeln lassen. Sie ist mehr wert, als solch eine Behandlung. Sind ihre Kinder nicht zuverlässig, vergessen sie Termine ihrer Mutter, Besorgungen, die sie machen sollten, verlegen sie die Sachen der Mutter, sofort erinnert sie sich daran, dass sie sich nie wieder ignorieren lassen wollte, dass ihre Bedürfnisse wichtig sind und Beachtung verdienen. Entsprechend groß war der Ärger, den die Kinder bekamen. Was sie bei all dem nicht merkte. In dem festen Vorsatz, nie wieder Opfer zu sein, wurde sie zum Täter! Zum Täter gegenüber ihren Kindern. Denn Kinder schreien mal rum, sind respektlos, sind unzuverlässig und vergessen ihre Umwelt, sie verbummeln die Sachen ihrer Mutter und hören nicht richtig zu. Man nennt das Pubertät!

Deswegen denke ich, die Schuld, die der Täter hat, muss beim Täter bleiben. Aber die Verantwortung für das, was man selbst in der Hand hat, muss man übernehmen! Ansonsten wird die Spirale aus Manipulation, Abwertung, Demütigung und Gewalt nicht durchbrochen. Im „besten“ Falle verändern sich nur die Rollen. Das Opfer wird zum Täter und schafft damit neue Opfer.

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Für alle, die den Unterschied zwischen einvernehmlichen und nicht-einvernehmlichen Geschlechtsverkehr noch nicht verstanden haben, hier ein sehr leicht verständliches Video der Thames Valley Police:

© Youtube

 

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Ein Jahr ohne Liebe

Ein Jahr ohne Liebe. Das klingt schlimm, oder? Ein Jahr lang das Gefühl zu haben, von niemandem geliebt zu werden, niemand da, der mehr für einen empfindet, als Sympathie. Das ist übel. Und sehr sehr traurig.

Aber davon rede ich hier gar nicht!

Mir geht es um die Liebe, die man selbst nicht fühlen kann. Liebe, die zwar da ist, sich aber nicht an die Oberfläche traut, aus Angst vor Zurückweisung, Verletzung und Verlust! Vor allem vor Verlust.[Weiterlesen]

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Darf es mir bitte auch mal schlecht gehen?!

Ehrlich, bei der folgenden Sache reagiere ich zunehmend ungehalten: Ich pienze mich aus, wie beschissen es mir geht, der Rücken tut weh, die Beine tun weh, der Bauch tut weh. Mir ist kotz-schlecht und schwindelig, meine Nerven liegen blank, ich fange bei jedem Mist an zu heulen, auch und vor allem in der Öffentlichkeit. Und ich muss noch über drei Monate schwanger. Das ist nicht so richtig toll.

Und während ich, mal wieder kurz vorm Heulen gestehe, dass ich langsam nicht mehr kann, kommt mein zweit liebster Lieblingssatz: „Vielleicht wird es ja bald besser!“ (Mein allerliebster Lieblingssatz ist „Eeecht, ich war immer TOTAL GERNE schwanger!“ „Schön für dich! Aber findest du nicht auch, dass das gerade tierisch fies ist, mir das unter die Nase zu reiben?“)[Weiterlesen]

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Bei uns zuhause herrscht Zensur!

ZENSUR. Buhh, böses Wort. So was soll man nicht machen! Zweifelsohne, Zensur ist schlecht, böse, pfui, das machen autoritäre Regime, böse Menschen, das geht gar nicht. Meinungsfreiheit, ja, das ist schick, das wollen wir hören, so soll das sein! Okay, klingt jetzt etwas ironisch, aber natürlich, Zensur ist auf jeden Fall was schlimmes, Meinungsfreiheit was gutes. Das sehe ich schon auch so.

Aber, soll ich euch was sagen, bei uns zuhause ist nichts mit Meinungsfreiheit. Komplett abgeschafft, naja, zumindest in Teilen. Ich will das in manchen Situationen nicht mehr hören! [Weiterlesen]

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„Wer weiß, was sie zu ihm gesagt hat!“ und andere Schuldzuweisungen

Okay, hier noch ein paar Gedanken von mir zum Thema häusliche Gewalt. Als ich den ersten Artikel (Brief an meine Freundin) dazu geschrieben habe, hätte ich gar nicht gedacht, dass mich das Thema nicht wieder los lässt. Ich würde ich freuen zu hören, ob ihr meine Überlegungen teilt.

Die Tage habe ich mich mit einer Freundin über eine meiner Bekannten unterhalten. Traurigerweise hatte ich kurz vorher mitbekommen, dass die Bekannte wahrscheinlich von ihrem Mann geschlagen wird. Ich hatte ohne ihr Wissen oder das ihres Mannes einen Streit der beiden mit angehört, in dem sie wörtlich sagte: „Ich rufe die Polizei. Diesmal mache ich es wirklich, ich lasse mich nicht mehr von dir verprügeln.“[Weiterlesen]

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Carola Fuchs‘ Buch Mama zwischen Sorge und Recht.

Cover_Mama zwischen Sorge und RechtVor ein paar Tagen hat mich Carola Fuchs gefragt, ob ich Lust hätte, ihr Buch Mama zwischen Sorge und Recht. Die aberwitzigen Erfahrungen einer Mutter in Sachen Umgang zu lesen und zu rezensieren. Lust hätte ich definitiv. Schon allein, weil die Leseprobe auf ihrer Webseite sehr angenehm zu lesen ist. Und das trotz des ernsten und eigentlich auch sehr traurigen Themas.

Carola Fuchs berichtet in ihrem Buch von den unvorstellbaren Erfahrungen, die sie vor deutschen Familiengerichten und mit dem Jugendamt gemacht hat, nachdem sie sich von ihrem gewalttätigen Ehemann getrennt hat.

Ich habe das Buch bisher nicht gelesen, mehr als den „Klappentext“ kenne ich daher nicht. Die Beiträge in ihrem Blog haben mich zum einen schockiert, zum anderen aber auch neugierig gemacht, mehr zu erfahren. Allerdings, ihr wisst ja, wie das mit der Zeit ist, die ist irgendwie nie vorhanden. Aber nur weil ich keine Zeit zum Lesen habe, heißt das ja nicht, dass es euch genau so geht und deswegen wollte ich euch das Buch nicht vorenthalten.[Weiterlesen]

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Alle Schwangeren und Mütter, die die folgende Situation kennen und sich wünschen, genau so cool zu reagieren wie Martina Hill in diesem Clip, Hände hoch!

Quelle: Youtube

Alle Hände oben? Es ist doch wirklich unglaublich, oder? Es ist quasi unmöglich, schwanger zu sein, ohne plötzlich von allen Seiten befummelt zu werden. Der Bauch gehört plötzlich nicht mehr der Frau, er gehört irgendwie allen. Weil, das ja sooo schön ist! Ich habe tatsächlich schon Leute erlebt, die waren beleidigt, weil ich mir verbeten habe, dass sie meinen Bauch anfassen. Als hätte ich ihnen etwas weg genommen! Als wäre es ihr Verlust, wenn eine Frau allein über ihren Körper bestimmen möchte. Und sei es nur die simple Frage, wer ihren Bauch anfassen darf und wer nicht. Das frage ich mich übrigens auch bei den Abtreibungsgegnern manchmal, geht es denen wirklich um das ungeborene Leben, das sie schützen wollen oder geht es einzig darum, dass sie es nicht aushalten können, dass Frauen selbst über ihren Körper bestimmen. Ebenso bei der Kopftuchdebatte oder auch der Frage, ob Mädchen Hotpants in der Schule tragen dürfen oder nicht. Geht es nicht auch hier im Endeffekt immer um die Frage, ob Frauen selbst über ihren Körper bestimmen dürfen oder nicht, in diesem Fall die Frage, wie viel oder wenig sie von ihm zeigen wollen. Aber das ist ein anderes Thema.[Weiterlesen]

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